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Der SPD-Ortsverein und die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rösrath

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Aktuelles für Rösrath 18.07.2011

SPD-Energie-Forum in Rösrath

SPD-Energie-Forum in Rösrath
SPD-Energie-Forum in Rösrath am 16.07.2011
Energie der Zukunft muss dezentral, nachhaltig und regenerativ produziert werden

Angesicht der Atom-Katastrophe in Fukushima und dem daraus folgenden Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland ist die Frage, wie in Zukunft Strom produziert werden soll, politische heiß diskutiert. Die SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis führte zu diesem Thema am 16.07.2011 in Rösrath eine politische Fachdiskussion durch und konnte dabei auf hochkarätige Referenten zurückgreifen.

Willibald Vossen, Geschäftsführer der Belkaw, betonte, dass jeder Umbau von Energienetzen nicht risikolos ist. Gerade in Regionen, die aufgrund von Industriebetrieben einen hohen Energiebedarf haben, wird dieser nicht alleine vor Ort gedeckt werden können.

Der Geschäftsführer der Windkraftfirma RLE International, Ralf Laufernberg berichtete davon, dass jede poltische Entscheidung, wie z. B. die von der CDU und FDP beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke und die dann nach Fukushima folgende Rückkehr zu Atomaussteig sich für Gewerbebetriebe, die sich z. B. im Bereich der Wind- bzw. Solarenergie engagieren sofort zeigen. Er forderte die Politik auf, für eine dauerhafte Planungssicherheit zu sorgen. So würde in einem weiten Umfeld auch der Mittelstand, der Anlagen zu regenerativer Energieversorgung produziert, gestärkt und Arbeitsplätze gesichert.

Ein Beispiel für eine dezentrale kommunale Energieversorgung konnte Bernd Rosenberger, der Vorsitzende der Energiegenossenschaft Lieberhausen, präsentieren. Das Dorf in der Nähe von Gummersbach versorgt über eine Genossenschaftslösung seit 2001 die Haushalte über ein Fernwärmenetz, dass von einem Holzheizschnitzelwerk gespeist wird.

Rainer Pape, Betreiber einer privaten Wasserkraftanlage, berichtete von den zahlreichen Hindernissen, die privaten Energiebetreibern auf ihrem Weg zu bewältigen haben.

André Stinka, Energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion berichtete, dass die Landesregierung an einem Klimaschutzgesetz arbeite. Bei der umstrittenen Frage, wie mit dem Thema Kohle umgegangen werden soll, setzt NRW auf Repowering, d.h. statt Kraftwerke an neuen Orten zu bauen werden ältere Standorte mit neuer Technik ausgebaut.

Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer, dass die Entscheidung, welcher Energieträger genutzt werden soll, abhängig von der Region sei, auch Energieeinsparungen müssen weiter betrieben werden.

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Gerhard Zorn berichtete davon, dass der Kreistag auf Initiative der SPD den grundsätzlichen Weg für einen atomenergiefreien Kreis beschlossen hat. „Die Energie der Zukunft muss dezentral, nachhaltig und regenerativ produziert werden!“, fasste Zorn die Forderungen der SPD zusammen. Hierzu gehört auch, dass künftig immer mehr Städte und Gemeinde auf eigene Stadtwerke bzw. kommunale Verbünde zu Energieversorgung setzten müssen. Dazu forderte er von den Entscheidungsträgern in den Behörden bei den regenerativen Energien Holz, Wind, Sonne und Wasser Lösungsvorschläge, wie etwas umgesetzt
wird, nicht, wie es verhindert werden kann.